Profifotograf für Babyfotos
Frau und Herr Mayer wollten ein Kind zeugen, probierten es schon
eine ganze Weile. Da es nicht klappte, buchten Sie einen
Ersatzerzeuger, damit sie endlich eine Familie gründen konnten.
Der Erzeuger kündigte sich für den nächsten Tag an.
So gab Herr Mayer seiner Frau denn einen Abschiedkuss
und meinte, der Ersatzerzeuger dürfe ja gleich da sein.
Nach einiger Zeit klingelte ein Baby - Fotograf an der Tür
von Frau Mayer, der von Haus zu Haus gezogen war und
sich dadurch endlich Foto - Aufträge erhoffte.
“Guten Morgen, ich komme wegen….”
“Oh, Sie müssen mir das nicht erklären, ich habe Sie schon erwartet,”
unterbrach ihn Frau Mayer.
“Wirklich? Das ist ja großartig!” Der Fotograf staunte und war froh,
nun endlich wieder einen Auftrag zu bekommen.
“Wussten Sie, dass Babies meine Spezialität sind?”
“Nun, das habe ich gehofft. Bitte kommen Sie herein und nehmen Sie Platz.”
Nach einer Weile fragte sie schüchtern: “Naja, wo sollen wir denn anfangen?”
"Überlassen Sie ruhig alles mir. Ich versuche es normalerweise 2x in der Badewanne, 2x auf der Couch und vielleicht ein paar Mal im Schlafzimmer
auf der Matratze. Manchmal ist es auch auf dem Wohnzimmerteppich sehr reizend. Man kann sich dort nämlich so wunderbar ausbreiten.”
“Badewanne, Wohnzimmerteppich … ?
Kein Wunder, dass es bei Dieter und mir nie geklappt hat.”
“Nun ja, niemand kann jedes Mal einen Erfolg garantieren. Aber wenn wir verschiedene Positionen ausprobieren und ich aus 8 oder 9 Winkeln schieße,
dann bin ich sicher, dass sie von dem Ergebnis begeistert sein werden!”
“Du lieber Gott, das ist ja ganz schön viel!” keuchte Frau Mayer.
“Sehen Sie Frau Mayer, in meiner Branche sollte man sich viel
Zeit nehmen. Ich könnte in 10 Minuten rein und raus sein,
aber dann wären Sie sicher nicht zufrieden mit mir.”
Darauf öffnete der Fotograf seine Aktentasche
und zog ein Album mit Babyfotos heraus.
“Die da habe ich oben in einem Bus gemacht”, erklärte er.
“Oh, mein Gott!” rief Frau Mayer und griff an ihre Kehle.
“Und diese Drillinge hier gerieten wider Erwarten ganz toll -
wenn Sie bedenken, wie schwierig es war,
mit deren Mutter zu arbeiten !”
"Sie war schwierig… ?” fragte Frau Mayer.
“Ich fürchte ja, schließlich musste ich sie in den Park bringen,
um diesen Auftrag ordentlich zu erledigen. Die Leute standen
in Fünferreihen, um uns zuzuschauen.”
“Fünferreihen?” japste Frau Mayer, die Augen vor Erstaunen aufgerissen.
“Ja natürlich und das für mehr als 4 Stunden. Die Mutter schrie
und jaulte herum - ich konnte mich kaum konzentrieren.
Und als es langsam dunkel wurde, musste ich mich mit meinen
Schüssen beeilen. Aber als dann auch noch die ganzen Eichhörnchen
an meinem Equipment knabberten, musste ich ganz schnell einpacken.”
Frau Mayer lehnte sich nach vorne:
“Sie meinen, die haben an Ihrem…ähem . . . Equipment gekaut??”
“Ja genau. Also, wenn Sie jetzt bereit sind loszulegen,
dann stelle ich mein Dreibein auf und wir können mit
der Arbeit beginnen!”
“Dreibein ???”
“Natürlich Frau Mayer, ich benutze ein Dreibein, um mein großes
Gerät darauf zu platzieren. Es ist viel zu schwer um es so lange in
meinen Händen zu halten.”
Daraufhin fiel Frau Mayer in Ohnmacht…